„Nie schön genug?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt eines Wortgottesdienstes, den wir gestern als Schulgemeinschaft gefeiert haben. Sie meint weit mehr als Aussehen. Sie berührt Erfahrungen, die viele kennen: den Druck, Erwartungen zu erfüllen, Leistung zu zeigen und sich dabei stets mit anderen zu vergleichen.
Ausgehend von einem Lied, das diese Gedanken offen ausspricht („Schön genug“ von Lina Maly & Raket One), wurde im Gottesdienst deutlich, wie präsent Selbstzweifel im Schul- und Berufsalltag sind. Der christliche Glaube setzt dem eine andere Perspektive entgegen: Der Wert eines Menschen hängt nicht von Leistung, Erfolg oder äußeren Maßstäben ab. Jede und jeder ist mehr als das, was sichtbar ist – mehr als Noten, Abschlüsse oder Erwartungen.
Der Gottesdienst wollte keine schnellen Antworten geben, sondern Raum zum Innehalten schaffen. Raum für einen ehrlicheren Blick auf sich selbst und für einen achtsameren Umgang miteinander. Als Schulgemeinschaft sind wir täglich gefordert, Leistung zu erbringen. Zugleich bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, Orte zu schaffen, an denen Menschen sich angenommen wissen und wachsen dürfen – in ihrem eigenen Tempo.
Vielleicht bleibt aus diesem Gottesdienst ein Gedanke, der nachwirkt:
Dass wir nicht perfekt sein müssen, um wertvoll zu sein.
Und dass Schule ein Ort sein kann, der stärkt und ermutigt.
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